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Bluthochdruck im Alter

Bluthochdruck im Alter

Bluthochdruck im Alter

Heute zu Tage gibt es für fast jedes „Wehwehchen“ eine Benennung in Form einer Krankheit. Neben den kleineren, gut erträglichen Erkrankungen, leiden aber auch viele unter schwereren Beschwerden. Die einen müssen ihr Leben lang mit den Symptomen leben, wohingegen einige Krankheiten besonders oft erst im höheren Alter auftreten. Neben Erkrankungen, wie zum Beispiel ein schwächer werdendes Gedächtnis und einer senilen Blase, ist der Bluthochdruck im Alter eine ernstzunehmende Erkrankung.

Im Folgenden klären wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Bluthochdruck. Woher kommt Bluthochdruck im Alter und welche Ursachen spielen dabei eine Rolle? Zudem möchten wir Sie über die gefährlichen Folgen von Bluthochdruck im Alter informieren.

Bluthochdruck im Alter Ursachen

Wie fast jede Erkrankung hat auch Bluthochdruck im Alter Ursachen, welche vielschichtig sind. Woher kommt Bluthochdruck im Alter?
Besonders bei Menschen im höheren Alter kann der systolischer Blutdruck deutlich steigen, da die Elastizität der Arterien nachlässt. Wenn im gleichem Atemzug der diastolische Wert sinkt spricht man von einer „isolierte systolische Hypertonie“.

Hypertonie ist der medizinische Fachbegriff für Bluthochdruck. Der Begriff stammt aus dem altgriechischem Wort „über“.

Der andere und eher typische Bluthochdruck der vor allem im Alter auftritt orientiert sich an hohen systolischen, sowie diastolischen Werten.

Die Systole beschreibt die Anspannung des Herzmuskels, wenn das Blut durch den Kreislauf gepumpt wird. Darauf folgt die Diastole, wenn der Herzmuskel wieder „erschlafft“, bzw. sich entspannt.

Weitere Ursachen für Bluthochdruck sind:

Erblich bedingter Bluthochdruck
Übergewicht
Rauchen und Alkoholkonsum
Erhöhter Salzkonsum
Bewegungsmangel
Geringe Kaliumaufnahme
Stress
Bei Frauen die Wechseljahre

Die Hypertonie tritt überdurchschnittlich häufig mit weiteren Krankheiten auf.

Diese sind:

– Erhöhte Blutfettwerte

– Übergewicht

– Diabetes Typ-2

Treten diese Faktoren zusammen mit Bluthochdruck auf, spricht man im medizinischen Sinne von einem Metabolischem Syndrom.

Bluthochdruck im Alter – Symptome

Leider gibt es für Bluthochdruck keine eindeutigen Symptome. Dadurch kann die Erkrankung lange unerkannt bleiben. Daher sprechen Mediziner auch davon, dass Bluthochdruck als stille Gefahr einzustufen ist. Um Folgeschäden zu vermeiden ist es andererseits aber sehr wichtig möglichst früh mit einer Behandlung zu beginnen. Es ist also wichtig jegliches Symptom, welches auf Bluthochdruck im Alter hinweisen könnte, ernst zu nehmen.

Achten Sie daher auf folgende Symptome:

  1. Kopfschmerzen
  2. Schwindelgefühl
  3. Nervosität
  4. Müdigkeit
  5. Nasenbluten
  6. Ohrensausen
  7. Übelkeit
  8. Gerötetes Gesicht
  9. Kurzatmigkeit

Bei den Kopfschmerzen ist es typisch, dass diese häufig kurz nach dem Aufstehen auftreten. Der Schmerz sitzt hierbei oft im Hinterkopf. Da im Schlaf normalerweise der Blutdruck absinkt, jedoch bei einer Bluthochdruckerkrankung im oberen Sektor verweilt, kann es besonders morgens zu Kopfschmerzen kommen. Allerdings sind Kopfschmerzen nicht immer ein Indiz auf eine Hypertonie. Es können auch andere Erkrankungen, wie zum Beispiel Ein- und Durchschlafstörung mit einer Schlafapnoe, dahinterstecken.

Besonders Frauen sollten sich von den bekannten Symptomen der Wechseljahre nicht in die Irre führen lassen. Kurzatmigkeit und Nervosität sind ebenfalls Anzeichen einer Hypertonie! Um die Krankheit rechtzeitig zu erkennen, ist es ratsam die Symptome von einem Arzt abklären zu lassen.

Ein Arztbesuch ist ebenfalls ratsam, wenn Sie häufig oder dauerhaft an unerklärlichem Schwindel leiden! Besonders ein Schwindelgefühl während der kalten Jahreszeit ist ein Anzeichen auf Bluthochdruck im Alter.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Wie sie durch richtiges Trinken im Alter Mundtrockenheit vermeiden

Bluthochdruck im Alter mit gefährlichen folgen

Zu Beginn ist es wichtig zu wissen, dass der Blutdruck keine absolute Konstanze ist. Es ist demnach völlig normal, das tägliche, oft auch zeitlich abhängige Schwankungen des Blutdrucks vorliegen.

Daher kann die Erkrankung auch nur festgestellt werden, wenn regelmäßige Messungen des Blutdrucks durchgeführt werden. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann ernsthafte Folgeerkrankungen mit sich bringen, welche äußerst gefährlich sein können.

Übersicht der Blutdruckwerte:

Normaler Blutdruck: 100 – 130 / 60 – 85 mmHg

Erhöhter Blutdruck: 130 – 139 / 85 – 89 mmHg

Bluthochdruck Grad 1: 140 – 159 / 90 – 99 mmHg

Bluthochdruck Grad 2: 160 – 179 / 100 – 109 mmHg

Bluthochdruck Grad 3: 180 / 110 mmHg oder höher

Bluthochdruck im Alter mit gefährlichen Folgen, welche Folgeerkrankungen können bei einer Hypertonie auftreten?

Besonders häufig treten Herz- und Kreislauferkrankungen in Folge von Bluthochdruck auf. Neben dem Herzen und dem Gehirn sind auch weitere Organe, wie Blutgefäße und Niere gefährdet.

Besonders das Risiko einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder eine Herzinsuffizienz zu erleiden steigt erheblich. Alle hier aufgeführten Krankheitsbilder können leichte bis schwerwiegende Symptome mit sich bringen. Leider ist es auch nicht allzu selten, da Patienten diese nicht überleben.

Des Weiteren stehen Beschwerden wie Brustenge, Scherzen in den Beinen, verringerte Leistungsfähigkeit und Wassereinlagerungen, sowie abnehmende Sehschwäche und Bewegungsausfälle im Gesicht im Zusammenhang einer Langzeit-Hypertonie.

Daher ist es mehr als nur wichtig, Bluthochdruck schnellstmöglich und mit den richtigen Medikamenten zu behandeln. Je früher eine Behandlung bei Bluthochdruck erfolgt, desto wahrscheinlicher ist es, ohne Spätfolgen und weitestgehend „normal“ zu leben.

Wie sie Mangelernährung rechtzeitig erkennen und therapieren.

Medikamente und Behandlung

Selbstverständlich gibt es auch bei der Hypertonie, bzw. bei Bluthochdruck verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Es gibt aber kein Geheimrezept. Die Behandlung selbst hängt von verschiedenen Faktoren, ebenso von den Vorerkrankungen der Patienten ab.
Einer der ausschlaggebenden Punkte ist die Ausprägung des Bluthochdrucks. Das heißt, dass die Höhe der Hypertonie einer der Ausgangspunkte für Medikamente und Therapieansatz darstellt.

Um ein Bluthochdruck im Alter festzustellen, führt der niedergelassene Arzt mehrere Untersuchungen durch. Unter anderem werden Werte aus Blut- und Urinproben untersucht. Des Weiteren richten Mediziner ein besonderes Augenmerk auf das Herz und natürlich den Blutdruck. Hierbei werden EKGs geschrieben, sowie zu unterschiedlichen Tageszeiten und über mehrere Tage Blutdruckwerte verglichen und ausgewertet.

Es gibt verschiedene Medikamente, welche angesetzt werden können. Oft müssen Patienten aber mehre Tabletten einnehmen. Das liegt daran, dass der Körper gegen die Behandlung gegensteuert. Daher empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga 5 verschiedene Wirkstoffe gleichzeitig anzusetzen, welche an unterschiedlichen Stellen der Blutdruckregulation wirken sollen.

Worauf sollte man achten, wenn man die Krankheit hat?
Neben Medikamenten sind weitere Faktoren enorm wichtig, um die Therapie möglichst erfolgreich durchzuführen. Eine gesunde Lebensweise ist wesentlicher Bestandteil dieser Maßnahme. Patienten sollten daher auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und das Rauchen und den Alkoholkonsum minimieren, bis gänzlich weglassen.

 

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