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Krankheiten im Alter

Demenz Symptome – Alzheimer – Demenz-Symptome

Demenz Symptome – Alzheimer – Demenz-Symptome

Demenz Symptome

Symptome bei Demenz

Jüngste Studien der WHO ergaben, dass im Jahr 2019 etwa 55 Millionen Menschen weltweit an Demenz erkrankt waren. Bis 2030 soll es etwa 40 % mehr Erkrankte geben. Der Krankheitsverlauf ist fortschreitend und baut sich Stück für Stück auf, bis ein Leben ohne Demenz Betreuung nicht mehr möglich ist. Information ist für Betroffene und deren Familienangehörige immens wichtig. Denn viele Menschen wissen nicht über die Demenz Symptome Bescheid, und deuten den Beginn der Erkrankung als unbedeutende Vergesslichkeit.
Tatsächlich beginnt die Demenz schleichend und oftmals auf eine Art, die selbst der Erkrankte nicht bemerkt. Denn es passiert immer wieder, dass eine Person den abgelegten Schlüssel oder die Geldbörse nicht auf Anhieb findet. Oft wird das mit einem Lächeln abgetan, sobald der erwünschte Gegenstand wieder aufgetaucht ist. Wird dann plötzlich der Weg nach Hause nach dem Einkaufen erst nach größter Konzentration wieder gefunden, ängstigen sich Betroffene und schweigen lieber, statt die Probleme beim Namen zu nennen. Dieses Verheimlichen führt dazu, dass die nächsten Verwandten gar nicht bemerken, dass etwas nicht stimmen könnte. So geht im Kampf um die Erinnerung wertvolle Zeit verloren, statt professionelle Hilfe zu suchen.

Demenz erste Anzeichen

Wie bei jeder anderen Krankheit gibt es auch bei Demenz Symptome, die nicht übersehen werden sollten. Ein Abtun solcher Anzeichen als unerheblich oder geringfügig muss tunlichst vermieden werden. Vielmehr gilt es zu ergründen, ob eine gewisse Vergesslichkeit dem Stress geschuldet, oder eher als Frühzeichen der Demenz anzusehen ist. Letzte Klarheit erhalten Betroffene natürlich erst bei einer ärztlichen Untersuchung. Auf eine eventuelle Diagnose können sich aber alle Beteiligten besser einstellen, wenn einige Faktoren vernünftig abgewogen worden sind.

Demenz Warnzeichen

Warnzeichen einer Erkrankung sind unter anderem Veränderungen im Verhalten der Betroffenen Personen. Sie werden zunehmend launisch und zurückgezogen. Das liegt daran, dass sie merken, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie leiden unter Schlafstörungen, können sich schlecht konzentrieren und tun sich schwer dabei, sich Neues zu merken oder zu behalten. Ein Zurechtfinden in ungewohnter Umgebung fällt ebenfalls schwer, die Orientierung wirkt zunehmend gestört. In den Anfängen der Krankheit ermüden Betroffene leicht und wirken kraftlos. Häufig sind sie leicht reizbar oder leiden an depressiven Verstimmungen.

Schreitet die Demenz fort, ist es Erkrankten kaum mehr möglich ihr Leben ohne Hilfe zu meistern. Daher ist Unterstützung sowohl im Haushalt als auch bei alltäglichen Dingen notwendig. Da Angehörige oft im Alltag zwischen eigener Familie und der Arbeit gefordert sind, bietet sich die Nutzung einer professionellen Demenz Betreuung an. Denn schnell verblasst das Erinnerungsvermögen der Kranken zunehmend, das Sprachverständnis ist gestört und es fällt den Erkrankten immer schwerer, die richtigen Worte zu finden. Statt teilnahmslos erscheinen sie jetzt ruhelos und umtriebig. Einen normalen Rhythmus zwischen Tag und Nacht können sie nicht mehr finden. Demente Personen beginnen ziellos zu wandern und verirren sich dabei zunehmend.

Demenz Symptome Endstadium

Die Krankheit im letzten Stadium nimmt einen so schweren Verlauf an, dass eine Demenz Betreuung unabdingbar ist. Betroffene können ihren Körper nicht länger kontrollieren. Sie sind bettlägrig und auf Hilfe angewiesen. Selbst die nächsten Angehörigen werden nicht länger erkannt. Die Anfälligkeit für Lungenentzündungen oder dem Wundliegen steigt rasant.

Demenz Symptome im Detail

Sicherlich gibt es mehr als nur zehn Symptome, die bei einer Erkrankung auftreten können. Viele davon könnten unwissentlich als unbedeutend abgetan werden, weil sie bei fast allen Menschen vorkommen können, ohne einen ernsten Hintergrund zu haben. Das macht es auch so schwierig eine beginnende Demenz zu erkennen. Daher sind folgende Anzeichen ein guter Hinweis auf eine mögliche Erkrankung:

– Gesteigerte und ungewöhnliche Vergesslichkeit
– Stimmungsschwankungen, einhergehend mit Aggressivität
– Sprachstörungen
– Depressionen
– Teilnahmslosigkeit oder Freudlosigkeit
– Verlust der Orientierung
– Verlust der Fähigkeit, den Alltag allein zu meistern
– Halluzinationen oder Wahnvorstellungen
– Verlust der Urteilsfähigkeit
– Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns

Demenz beginnt immer langsam. Meist merkt der Erkrankte selbst, dass etwas nicht ganz in Ordnung ist. Schlüssel, Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände werden häufiger als zuvor verlegt. Eine wohlbekannte Telefonnummer mag und mag nicht mehr einfallen. Familienmitglieder und Freunde werden vermehrt mit falschem Namen angesprochen. All das kann auf den Beginn einer Demenz hindeuten. Tückisch ist, dass jene Missgeschicke auch jedem anderen Menschen passieren können. Besonders bei älteren Patienten werden solche Vorkommnisse erst einmal auf das fortgeschrittene Alter abgeschoben. Somit wird ein Arztbesuch gerne auf die lange Bank geschoben und es verstreicht viel Zeit, bis die endgültige Diagnose gestellt werden kann.

Stimmungsschwankungen

Macht sich bei den Angehörigen eine Veränderung von Stimmungen bemerkbar, sollte dies weiter beobachtet werden. Ehemals sanftmütige Menschen werden plötzlich laut, unbeherrscht oder gar aggressiv. Besonders wenn sie auf ihre Fehlbarkeit hingewiesen werden, verlieren Erkrankte gerne die Beherrschung. Im frühen Stadium der Krankheit geht es dabei nicht selten nur um verbale Entgleisungen und heftige Wortwechsel, im späteren Verlauf können durchaus Handgreiflichkeiten hinzukommen. Professionelle Demenz Betreuung kann bei solchen Problemen durchaus positive Impulse einleiten. Denn Pflegekräfte haben eine gewisse innere Ruhe, die wichtig ist, um derartige Situationen zu entschärfen.

Sprachstörungen

Das Entfallen und Suchen nach den richtigen Worten kann ebenfalls ein Demenz Symptom sein. Es erscheint auf den ersten Blick wie eine Banalität, denn jeder Mensch hat schon um die passenden Worte gerungen. Bei einer Demenzerkrankung jedoch werden Sätze zunehmend kürzer, der Erkrankte wird mehr oder weniger einsilbig und manchmal ergeben die Worte keinen Sinn mehr. Eventuell wiederholt sich der Betroffene häufig, erzählt die gleichen Geschichten mehrmals oder hinterfragt wieder und wieder alltägliche Abläufe oder gar Angewohnheiten, die er schon viele Jahre praktiziert. Eine gewisse Hilflosigkeit liegt dabei in seinem Wesen und erinnert an kindliches Verhalten. Überschwengliche Momente verwandeln sich in Trauer oder gar Zorn. Stellen Angehörige solche Auffäligkeiten fest, empfiehlt es sich, einen Termin mit einem Arzt zu vereinbaren.

Antriebslosigkeit

Miteinander verbunden sind nicht selten eine gewisse Antriebslosigkeit mit der tiefen Melancholie einer beginnenden Depression. Letztere sollte generell sehr ernst genommen werden, und ist für sich schon ein Alarmzeichen, um einen Arzt zu konsultieren. Wenn dazu eine Störung der Sprache oder eine Schwerfälligkeit beim Verstehen von Abläufen erkannt wird, sollte dies dem Arzt in jedem Fall mitgeteilt werden. Wichtig ist zu bedenken, dass die Symptome einzeln betrachtet nicht schlimm zu sein scheinen. Das Heimtückische an Demenzerkrankungen ist aber, dass die Anzeichen zuerst allein auftreten, und immer wieder ein weiteres Merkmal hinzukommt. Bis der Verdacht darauf gelenkt wird, dass es sich um Demenz Symptome handelt, vergeht wertvolle Zeit. Denn auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, so kann der Verlauf bei frühzeitiger Erkennung verlangsamt werden.

Verlust des Geruchssinns und des Geschmacks

Kommen zu den zuerst genannten Symptomen noch der Verlust des Geruchssinns und des Geschmacks hinzu, kann davon ausgegangen werden, dass es sich um den Beginn einer Demenzerkrankung handelt. Bei Halluzinationen oder gar Wahnvorstellungen schreitet die Krankheit bereits fort. Rasches Handeln ist nun angesagt, auch wenn der Patient selbst die Anzeichen abstreitet oder verharmlost. In vielen Fällen ist zu diesem Zeitpunkt auch schon das Urteilsvermögen stark beeinträchtigt. So wählen Erkrankte vermehrt komplett unpassende Kleidung, wie beispielsweise im Hochsommer einen dicken Wintermantel oder ein Shirt, wenn draußen Kälte vorherrscht.

Es kann und muss davon ausgegangen werden, dass der Kranke nicht mehr in der Lage ist, seine Entscheidungen rational zu treffen. Verwandte tun sich trotzdem schwer, den Willen des Betroffenen zu missachten, und lassen auch hier viel Zeit verstreichen, bis ein Arzt konsultiert wird. Jedes Zögern sorgt aber dafür, dass die Krankheit weiter fortschreitet. Es sollte stets bedacht werden, dass das Ziel der Behandlung leider nicht die Heilung sein wird. Dennoch liegt es im Interesse aller Beteiligten, dem Kranken so lange wie möglich eine gute Lebensqualität zu ermöglichen. Je früher also eine Demenzerkrankung festgestellt wird, desto größer sind die Chancen, deren Fortschritt durch Therapien und Medikamente zu verlangsamen.

Demenz Betreuung ist hilfreich und notwendig

Die Krankheit selbst verändert den Menschen, den wir so sehr lieben. Seine Charakter- und Wesenszüge wechseln zudem ständig. Einmal herrscht Ruhe und augenscheinliche Gelassenheit, im nächsten Moment nimmt die Verzweiflung überhand. Schnell wird daraus Zorn, gepaart mit einer nie gekannten Angst. Die Umgebung erscheint den Kranken fremd, ebenso erkennen sie die eigene Familie nicht mehr. Schnell fühlen sich Angehörige überfordert. Dennoch versuchen einige Angehörige, die Pflege selbst in die Hand zu nehmen. Sie empfinden es als falsch und verräterisch sich Hilfe zu suchen und in Anspruch zu nehmen.

Ein Fehler ist jedoch, wenn auf Biegen und Brechen versucht wird, solch schwierige Situationen selbst zu meistern. Es ist eine schwere Belastung für den Betroffenen selbst, aber auch für das nähere Umfeld. Denn was Demenzkranke dringend benötigen ist eine gewisse Konstanz und Verständnis für die Lage, in der sie sich befinden. Sie mögen nicht wissen was passiert, aber sie sind sehr wohl in der Lage Unruhe zu spüren. Stress wirkt sich negativ auf das Krankheitsbild aus und verschlimmert die Lage bedeutend. Professionelle Demenz Betreuung bietet die Ruhe und Regelmäßigkeit, aber auch das Verständnis, dass diese Erkrankung unbedingt erfordert.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung, dazu gehört die häusliche Pflege von ambulanten Pflegediensten. Diese eignet sich, wenn ein Angehöriger nicht berufstätig ist, und der Kranke somit zu Hause versorgt werden kann. Ambulante Pflege unterstützt bei der Körperhygiene und gibt wertvolle Hilfestellung in den verschiedensten Situationen des Alltags.

Auch Tageseinrichtungen sind eine gute Alternative bei der Demenz Betreuung. Hier kann der Erkrankte seinen Tag verbringen. Das Pflegepersonal kümmert sich um alle Belange über den ganzen Tag und sorgt zudem für abwechslungsreiche Tätigkeiten, die dem Krankheitsbild gerecht werden. Am Abend wird der Kranke wieder nach Hause geholt oder manchmal auch gebracht. Für berufstätige Angehörige kommt diese Art der Demenz Betreuung am ehesten infrage.

Die Kurzzeitpflege ist eine gute Wahl für Familien, die ein wenig Erholung nötig haben. Hier werden Erkrankte für einen begrenzten Zeitraum stationär aufgenommen und betreut. So können die zu Hause Pflegenden beispielsweise einen kleinen Urlaub antreten. Ist die Krankheit schon so weit fortgeschritten, dass eine Betreuung rund um die Uhr notwendig wird, sollte tatsächlich über die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung nachgedacht werden. Die Betreuung wird im letzten Stadium der Krankheit sehr anstrengend und ist für viele Angehörige nicht weiter zu bewältigen, ohne selbst gesundheitliche Schäden befürchten zu müssen.

Die Demenzbetreuung sinnvoll und rechtzeitig planen

Im Verlauf der Krankheit ändern sich die Demenz Symptome ständig. Aus einer leichten Verwirrtheit entstehen irgendwann gefährliche Situationen für den Erkrankten. Durch seine eingeschränkten Fähigkeiten und die verminderte Entscheidungskraft ist Unterstützung von Anfang an nötig. Je früher das Gespräch über die Krankheit mit den Verwandten, aber auch Ärzten und Pflegekräften geführt wird, umso besser kann die Lebensqualität erhalten werden.

Zweifellos werden die Diskussionen über die Situation sehr emotional sein, dennoch sind sie wichtig, um den Willen betroffener Personen bestmöglichst beachten und umsetzen zu können. Die Zukunft ist für alle Beteiligten nach der Demenzdiagnose schwer, nicht nur der Erkrankte selbst ist bei allen Gesprächen zu berücksichtigen, sondern auch die Wünsche und Bedürfnisse der Pflegenden. Hier dürfen die Themen Hilfe und Betreuung nicht ins Hintertreffen geraten. Gleich nach der Feststellung der Krankheit können sich Angehörige bei der jeweiligen Krankenkasse über deren Angebote erkundigen. Auch Pflegedienste stehen mit ihrem Rat unterstützend an der Seite der Erkrankten und deren Familien.

Es ist wichtig sich gleich nach dem Erkennen und der Diagnose der Demenz Symptome zu informieren, damit seitens der Krankenkasse der Fall rechtzeitig geprüft werden kann. Nur so wird sichergestellt, dass die finanzielle Unterstützung rechtzeitig eintrifft, um eine gute Betreuung von Anfang an sicherzustellen.

Links

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
"Weg vom Geist" oder "ohne Geist" – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs "Demenz" aus dem Lateinischen. Damit ist bereits das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen beschrieben, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust dergeistigen Fähigkeiten.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
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