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Krankheiten im Alter

Demenz Vorbeugung – Ursachen & Maßnahmen

Demenz Vorbeugung – Ursachen & Maßnahmen

Demenz Vorbeugung

Die Vorbeugung von Demenz

Etwa 50 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Demenz, zwei Drittel hiervon an Alzheimer. Jeder Einzelne davon jedoch kann der Demenzerkrankung vorbeugen und sein Risiko durch gesunde Lebensweise erheblich vermindern. Hierbei können Tipps zur Prävention der Demenzerkrankung helfen. Zurzeit ist wissenschaftlich nicht belegt, dass sich die Entstehung der Erkrankung verhindern lässt. Eine bedeutende Rolle spielen bei der Vorbeugung verschiedene Risikofaktoren, welche mit der Entwicklung der Demenzerkrankung in Zusammenhang stehen. Daher zeigen Studien, dass die Krankheit seltener bei solchen Gruppen auftritt, welche sich regelmäßig bewegen und ein aktives soziales Leben führen. Experten empfehlen zugleich in Hinblick auf die Vorbeugung der Demenzerkrankung einen gesunden Lebensstil.
Die Demenzerkrankungen treten meistens im höheren Alter auf und sind die häufigsten altersbedingten Änderungen im Gehirn. Hierbei nehmen die geistigen Fähigkeiten Schritt für Schritt ab, bis diese im Endstadium der Krankheit gänzlich verloren sind.

Demenzerkrankungen

Es werden viele Demenzerkrankungen differenziert. Den größten Teil stellen die Alzheimer-Demenz, die Demenzerkrankung mit Lewy-Körperchen und die vaskuläre Demenzerkrankung dar. Dabei ist die Alzheimer-Demenz nach dem Mediziner Alois Alzheimer benannt worden, welcher diese als Erster definiert hat. Der Zusatz „vaskulär“ bei der weiteren Form weist außerdem darauf hin, dass diese auf einer gehemmten Blutversorgung beruht. Eine weitere Art ist durch bestimmte Ablagerungen im Gewebe des Hirns, welche sich im Test anfärben – die Lewy-Körperchen –, gekennzeichnet.
Oftmals geht der Demenzerkrankung eine Störung der Denkleistung voraus (mild cognitive impairment).
Verschiedene Übungen für Geist und den Körper helfen, die geistige Kraft erhalten zu können. Zum Beispiel unterstützt eine regelmäßige körperliche Tatkraft, wie beispielsweise jeden Tag 30 Minuten spazieren gehen, Rad fahren oder Schwimmen die geistige und die körperliche Fitness. Soziale Kontakte gestatten neue Erfahrungen und können den geistigen Austausch mit Neuem anregen und wirken sich auf die geistige Beflissenheit aus.
Die Betroffenen sollten auf ihr Gehör achten. Der ausschreitende Verlust des Hörvermögens führt zu einem Rückzug, intellektuelle und geistige Reize nehmen dabei ab. Dies kann das Risiko für eine Demenzerkrankung erhöhen. Wenn die Personen bemerken, dass diese nur noch schlecht an Gesprächen teilhaben können oder diese darauf aufmerksam gemacht werden, sollten diese sich an den Hörgeräteakustiker wenden. Er kann die Notwendigkeit von Hörgeräten feststellen.
Risikofaktoren für Erkrankungen wie ein hoher Blutdruck, Diabetes, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Nikotinabhängigkeit sowie ein übermäßiger Genuss von Alkohol und Störungen des Gefäßsystems erhöhen das Risiko für die Demenzerkrankung. Deshalb können das Erkennen sowie die frühzeitige Therapie der Risikofaktoren beitragen, eine spätere Demenzerkrankung zu verhindern. Eine Demenzbetreuung ist zusätzlich angesagt.
Besonders für Klassen von Arzneimitteln wurde bislang diskutiert, ob diese eventuell der Demenzerkrankung vorbeugen können: Östrogene, Statine, nichtsteroidale Antirheumatika, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Mineralien sind daher essenziell. Doch für keine der Medikamentenklassen gibt es einen inhaltsreichen Beleg, welcher die in diese gesetzten Hoffnungen bestätigen kann.

Ginkgo Präparate

Für Ginkgo Präparate wird oftmals ein vorbeugender Erfolg bei Demenzerkrankungen propagiert. Die Wirkung von Ginkgo zur Vorbeugung gegen die Demenzkrankheit ist jedoch nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen bewiesen worden. Die Einnahme dieser rezeptfreien Mittel mit Ginkgo Extrakt wird zur Vorbeugung nicht von den Krankenkassen übernommen.

Die Ursachen der Demenzerkrankung

Bei den Menschen nimmt mit dem fortschreitenden Alter die Leistungsfähigkeit des Hirns ab. Anders als bei jenem Vorgang beruhen die Demenzerkrankungen auf krankhaften Änderungen des Hirns sowie der Zerstörung der Nervenzellen.
Für einen geringen Teil der auf einer Schädigung der Nervenzellen beruhenden Demenzerkrankungen wird eine genetische Anlage ebenfalls vermutet. Bei den meisten Patienten ist die Ursache jedoch unbekannt.

Alzheimer-Demenz

Bei Menschen mit einer Alzheimer-Demenz wird angenommen, dass zu Anfang der Krankheit ein Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin an der nachlassenden Leistung des Gehirns beteiligt ist. Außerdem findet sich bei jener Erkrankung im Gehirn sehr viel Beta-Amyloid. Dies ist ein Eiweißstoff, welcher sich außerhalb der Zellen der Nerven zu Klumpen zusammenfindet. In den Nervenzellen sammeln sich verwandelte Bausteine des Zellgerüsts an. Dies sind die Tau-Proteine. Dabei stören die Eiweiße die Funktion der Zellen, dass diese am Schluss absterben.
Die Ursache der vaskulären Demenzerkrankung sind Durchblutungsstörungen in den Gehirnstrukturen und abermals auftretende Hirninfarkte, welche für das Gedächtnis bedeutend sind.
Die Hirnleistungsstörungen können ebenfalls auf eine Verletzung, auf Tumore, einen Entzündungsprozess im Gehirn oder eine Stoffwechselerkrankung zurückgehen. Diese Störungen gehören zu den vorübergehend auftretenden Demenzerkrankungen.
Zudem kann eine dauerhafte Einnahme verschiedener Arzneimittel Gedächtnisstörungen hervorrufen. Dabei handelt sich dabei um Mittel, welche die Wirkungsweise des Botenstoffs Acetylcholin im Hirn beeinträchtigen. Dazu gehören unter anderem Benzodiazepine (bei Zwangs-, Schlaf- und Angststörungen), Antihistaminika wie Diphenhydramin undr Dimetinden (bei Allergien), Theophyllin (bei Asthma), Trihexyphenidyl (bei Parkinsonkrankheit), Levomepromazin (bei Psychosen und Schizophrenien) sowie trizyklische Antidepressiva (bei vorhandenen Depressionen). Werden diese Mittel abgesetzt, normalisiert sich die Leistung des Gedächtnisses meist wieder. Diese Medikamente erhöhen jedoch nicht das Risiko, die Demenzerkrankung zu bekommen. Wenn jedoch eine solche vorliegt, können diese die bestehenden Symptome verschlimmern.
Bei der Beurteilung von Gedächtnisstörungen sollte der Arzt auf jeden Fall von allen Arzneimitteln wissen, welche eingenommen werden, um unerwünschte Wirkungen auszuschließen. Ansonsten könnte er fälschlicherweise eine Demenzerkrankung diagnostizieren.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Demenz Symptomen

Maßnahmen zur Vorbeugung der Demenzerkrankung

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist besonders wichtig, um der Demenzerkrankung vorzubeugen. Die Ernährung ist mit dem Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit sehr eng verbunden. Vor allem, da sie demenzfördernde Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes vorbeugen kann. Eine mediterrane und ausgewogene Ernährung senkt das Risiko für die Demenzkrankheit. Auf dem Speiseplan sollten daher viel Gemüse, hochwertige Speiseöle, Obst, Reis, Vollkornprodukte, Fisch und Kartoffeln stehen.

Fertigprodukte, welche viel Salz, fettreiche Milcherzeugnisse und Speisen mit Zucker sollten vermieden werden. Das Verhältnis von mehrfach ungesättigten (kaltgepresstes Olivenöl, Fisch, Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln) zu gesättigten Fettsäuren in der Ernährung hat eventuell eine vorbeugende Wirkung. Die ungesättigten Fettsäuren senken das LDL-Choleterin im Blutbild, womit das Risiko abgesenkt wird, dass die Gefäße im Hirn verkalken.
Bedeutend sind ebenfalls Omega-3-Fettsäuren, welche in Thunfisch, Rotbarsch und Makrelen enthalten sind, weil diese die Hirnentwicklung begünstigen, indem sie die Kontakte innerhalb der Nervenzellen vermehren.
Die Betroffenen sollten regelmäßig ihr Gewicht kontrollieren. Übergewicht gehört zu den bekannten Demenzrisikofaktoren. Diese sollten darauf achten, das Normalgewicht zu behalten.
Dass Zigaretten den Lungen schadet, ist schon lange bekannt. Der Kopf leidet mit, je mehr und länger eine Person raucht. Die Schadstoffe innerhalb des Tabaks greifen die Blutgefäße an und möglicherweise auch die Gehirnzellen.
Die Betroffenen sollten daher versuchen, den Zigarettenkonsum zu vermindern und am besten mit dem Rauchen aufzuhören. Beim Ausstieg unterstützt der Arzt oder der Apotheker.
Das beträchtliche Risiko an der Demenz zu erkranken, ist generell das Alter. Die Alzheimer Demenzerkrankung tritt hierbei meist nach dem 65. Lebensjahr vermehrt auf, wobei die Vererbung kaum eine Rolle spielt. Die Präsenile Alzheimer Demenz tritt hingegen schon deutlich früher auf und verläuft meistens auch sehr viel schneller, ist jedoch sehr selten. Dabei liegt die Vererblichkeit hier erheblich höher.
Je älter die Menschen werden, umso höher ist das Demenzrisiko. Dieses liegt bei 90-Jährigen bei 40 bis 50 Prozent. Genetisch bedingte Faktoren bedeuten nicht immer gleich eine Demenzerkrankung, jedoch aber ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Dabei sind Frauen auch unter Berücksichtigung der höheren Lebenserwartung vermehrt von der Alzheimer Demenz betroffen.
Eine gesicherte Vorbeugung ist bis heute nicht bewiesen. Ein gesunder Lebensstil mit körperlichen, sozialen und geistigen Aktivitäten sowie einer guten Ernährung kann eine Demenz nicht verhindern, jedoch wenigstens hinauszögern.
Alle in den Medien verbreiteten Mittel wie grüner Tee, Äpfel, den Kupferspiegel beobachten dabei nur Teilstücke in der Demenzprävention. Diese haben eventuell die Berechtigung in Teilbereichen, wirken jedoch für sich genommen keinen sicheren Schutz.
Internistische Gefahren wie hoher Blutdruck, Diabetes, Übergewicht und hohe Cholesterinwerte leisten einer Demenzerkrankung einen Vorschub. Die Menschen haben also durch den verantwortlichen Umgang mit dem Körper sowie dem Gehirn eine spezifische Möglichkeit zur Demenzprävention.
Das Risiko für die Demenzkrankheit kann gesenkt werden. Einen positiven Einfluss hat damit der gesundheitsfördernde Lebensstil. Hierzu gehören vor allem die körperliche Aktivität, soziale Einbindung und eine ausgewogene Ernährung. Vor allem die Kombination aus den einzelnen gesundheitsfördernden Verhaltensweisen scheint der Vorbeugung der Demenz besonders vielversprechend zu sein. Sinnvoll ist es, sich beizeiten und langfristig gesundheitlich optimal zu verhalten und auf diese Weise den Risikofaktoren entgegenzuwirken. Hierdurch wird der Organismus generell widerstandsfähiger, zum Beispiel gegen Krankheiten in späteren Lebensphasen. Auch bei pflegebedürftigen, älteren Menschen können präventive Maßnahmen das Demenzrisiko reduzieren.
Die Bewegung im Alltag sowie beim Sport kann dem Abbau der Nervenzellen sowie Ablagerungen in Blutgefäßen im Gehirn sicher entgegenwirken. Damit werden die Gehirnzellen sehr gut mit Sauerstoff und den Nährstoffen versorgt. Eine gezielte Belastung des Herz-Kreislauf-Systems durch Sport und Bewegung kann außerdem die Bildung von Nervenzellen fördern. Dazu eignen sich schnelles Gehen, Gymnastik oder Radfahren. Wichtig ist hierbei jedoch, dass die Intensität und die Dauer der Aktivitäten nicht überfordern. Durch Sport in einer Gruppe sowie dem damit verbundenen sozialen Austausch werden zusätzliche Areale im Hirn angeregt.
Es gibt kein gesichertes Wissen, welche Aktivität bei der Demenzvorbeugung den meisten Nutzen hat. Gesichert ist dabei aber, dass es darauf ankommt, körperlich regelmäßig aktiv zu sein. Hierdurch kann zugleich das Risiko für Erkrankungen, die Risikofaktoren für die Demenz sind, abgesenkt werden.
Menschen, welche sich gesund ernähren, haben Untersuchungen zufolge eine verbesserte geistige Leistungsfähigkeit als jene, die es nicht tun. Damit könnte eine gesunde Ernährung zugleich das Demenzrisiko vermindern. Von Vorteil für die geistigen Fähigkeiten sind Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Nüsse, Olivenöl und pflanzliche Proteine sowie Fisch anstelle von Fleisch. Dies wird zugleich mediterran orientierte Ernährungsweise oder Mittelmeerkost genannt. Außerdem ist eine Ernährung, welche das Risiko für Bluthochdruck vermindert, sinnvoll. Ein hoher Blutdruck ist ein hoher Risikofaktor für die Demenzerkrankung. Eine Ernährung mit wenig Salz, Zucker und gesättigten Fettsäuren trägt sehr gut zur Vorbeugung des Bluthochdrucks bei. Die gesunde Ernährung hilft ebenfalls dabei, Entzündungen zu verhindern, welche eine Demenzkrankheit begünstigen. Die Wirksamkeit einer gesunden Ernährung zur Vorbeugung der kognitiven Beschränkungen oder der Demenzerkrankung ist allerdings bislang nicht belegt. Untersuchungen beschreiben lediglich, dass Personen, welche sich über eine längere Lebensspanne vorwiegend mediterran orientiert ernähren, sehr viel seltener an der Demenzkrankheit erkranken. Ob jene Ernährung ursächlich für ein seltenes Auftreten der Krankheit ist, geht jedoch nicht hieraus hervor.

Aktivitäten und die Kommunikation mit anderen Menschen

Aktivitäten und die Kommunikation mit anderen Menschen aktivieren das Hirn und fördern die Verbindung der Nervenzellen. Es gibt ebenfalls Hinweise, dass sich dies ebenfalls positiv auf die Kognition auswirkt. Weil die sozialen Aktivitäten meistens mit verschiedenen Tätigkeiten verbunden sind, ist der Einfluss auf die Prävention der Demenzkrankheit zwar bisher nicht bekannt. Für die Förderung aller geistigen Fähigkeiten ist es weniger bedeutend, welche sozialen Aktivitäten genau stattfinden. Wichtig dafür ist in erster Linie, dass positiv wahrgenommene Kontakte immer bestehen.

Die Risikofaktoren für die Demenzerkrankung

Unterschiedliche Faktoren können die Entstehung der Demenzerkrankung begünstigen. Zum Beispiel das Geschlecht, die Gene und das Alter. Das Risiko, an der Demenzkrankheit zu leiden, steigt mit dem Alter und mit genetischer Veranlagung und ist für Frauen sehr viel höher als für die Männer.
Außer diesen geltenden Faktoren gibt es weitere, welche beeinflussbar sind. In einer internationalen Studie werden zwölf Aspekte beschrieben, welche die Entstehung der Demenzkrankheit beeinflussen. Diese lassen sich zugleich in zwei Kategorien unterteilen. Dies sind der Lebensstil sowie die Umwelt. Dazu gehört die körperliche Inaktivität, eine geringe Bildung, soziale Isolation, übermäßiger Alkoholkonsum, die Belastung durch Feinstaub und Rauchen.
Körperliche Einschränkungen und Erkrankungen sind ebenfalls von Bedeutung. Im höheren Alter sowie bei einer bestehenden Pflegebedürftigkeit treten oftmals mehrere Risikofaktoren zugleich auf. Manche davon begünstigen sich außerdem gegenseitig und daher können beispielsweise körperliche Einschränkungen zu einer Inaktivität führen. Sie kann wiederum die Entstehung von Übergewicht und Diabetes mellitus oder soziale Isolation zur Folge haben.
Definierte Verhaltensweisen, Lebensumstände und Krankheiten beeinflussen das Risiko des Menschen, an Demenz zu erkranken. Dazu gehören wenig soziale Kontakte, Hypertonie, schwere Kopfverletzungen, Hyperlipidämie, Rauchen, eine niedrige Bildung oder Diabetes mellitus.
Was generell den Blutgefäßen gut tut, ist ebenfalls für die Gesundheit des Gehirns von Bedeutung. Eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Nichtrauchen und ein normales Körpergewicht senken das Risiko vor allem für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern zugleich für die Entstehung der Demenzkrankheit. Dies gilt vor allem für die vaskuläre und auch für die Alzheimer-Demenz. Deshalb wird die Kontrolle der vaskulären Faktoren (zum Beispiel Blutdruck und Blutfette) in erster Linie im mittleren Lebensalter unter anderem zur Demenzvorbeugung empfohlen.
Das erbliche Risiko ist ebenfalls von Bedeutung. Eine Häufung der Demenzfälle in der Familie ist ein wichtiger Hinweis, dass genetische Ursachen bei der Krankheit eine Rolle spielen. Vor allem bei der Chorea-Huntington-Krankheit liegt ein genetischer Defekt vor. Deshalb wird diese als autosomal dominant vererbte Demenzkrankheit bezeichnet. Es sind keine besonderen Behandlungen dazu verfügbar. Verschiedene Symptome, wie Bewegungsstörungen, können durch spezielle Medikamente gemildert werden. Genetische Tests zur Abklärung sollen jedoch lediglich mit einem genetischen Beratungsgespräch ausgeführt werden.

Medikamente zur Demenz Vorbeugung

Zur Vorbeugung der Demenzerkrankung sind – genauso wie zur Heilung – keine wirksamen Medikamente im Handel erhältlich. In medizinischen Richtlinien werden aufgrund der fehlenden Wirkungsweise bzw. der unerwünschten Wirkungen zur Demenz Prävention verschiedene Medikamente und Substanzen nicht empfohlen. Dazu gehören Vitamine, vor allem das Vitamin E, Statine, welche als Cholesterinsenker verwendet werden, Alkohol, Hormone wie das Östrogen und das Progesteron sowie entzündungshemmende Medikamente.
Es wird derzeit diskutiert, ob möglicherweise durch die Einnahme von Medikamenten der Demenzkrankheit vorgebeugt werden kann. Hierbei handelt es sich vor allem um Medikamente mit den Wirkstoffen Ginkgo biloba und Acetylsalicylsäure.
Bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure wird ausgegangen, dass sie die Blutgerinnung hemmen und dadurch Schlaganfällen und Mikroinfarkten vorbeugen können. Diese stellen Risikofaktoren für die vaskuläre Demenzerkrankung dar. Eventuell kann durch die Einnahme dieser acetylsalicylsäurehaltigen Medikamente eine anti-entzündliche Wirkung geschaffen werden. Dabei wird vermutet, dass dadurch das Auftreten der Alzheimer-Demenz eventuell verzögert werden kann.
Bei der Pflanze Ginkgo biloba wird angenommen, dass es sich dabei um ein Antioxidans handelt. Durch die Einnahme des Antioxidanses sollen verschiedene chemische Reaktionen wie Oxidationen verhindert werden, die eventuell am Abbau der Nervenzellen bei der Demenzkrankheit beteiligt sind.
Das pflanzliche Medikament mit dem Auszug aus Blättern des Ginkgobaumes wurde im Gegensatz zur Verwendung als Vorbeugemittel der Demenzkrankheit zur Behandlung in vielen Studien untersucht. Viele Studien zeigten daraufhin positive Ergebnisse, andere hingegen nicht. Grundsätzlich sind die Ergebnisse jedoch uneinheitlich. Positive Effekte sind bislang nur für eine eng begrenzte Personenklasse und einen besonderen Extrakt (EGb 761) in höherer Dosierung bestimmt worden. Ob sich bedingt durch die Therapie der Zeitpunkt hinauszögern lässt, zu welchem die Betroffenen in das Heim eingewiesen werden, wurde bisher nicht untersucht. Der Ginkgoextrakt wird generell als „wenig geeignet“ bewertet, jedoch ist ein Versuch der Behandlung vertretbar, wenn besser bewertete Medikamente nicht eingesetzt werden können. In diesen Fällen, wenn der Arzt die Therapie einer Demenzerkrankung mit einem Ginkgomedikament für sinnvoll hält und er es verordnet, werden die Präparate von der Krankenversicherung gezahlt.

Es wird generell vermutet, dass zu Anfang der Alzheimer-Demenz ein Mangel an dem Botenstoff Acetylcholin an der nachlassenden Leistung des Gehirns beteiligt ist. Diese wurde auf sämtliche Arten der Demenzerkrankungen, welche auf Nervenzellschädigungen im Hirn beruhen, übertragen und es wurden Therapien entworfen, welche dem Gehirn mehr Acetylcholin bereitstellen sollen. Ein möglicher Weg ist es, den Abbau des Acetylcholins zu stoppen, indem das Enzym blockiert wird, welches den Nervenbotenstoff abbauen kann. Zu der Gruppe jener Acetylcholinesterasehemmer gehören die Wirkstoffe Galantamin, Rivastigmin und Donepezil. Medikamente mit diesen Wirkstoffen können nur dann etwas bewirken, wenn es noch Nervenzellen gibt, welche auf das Acetylcholin als den Botenstoff reagieren. Daher muss ein Spezialist die Leistungsfähigkeit des Patienten analysieren, bevor diese Arzneimittel verordnet werden. Bislang wird davon ausgegangen, dass die Medikamente abgesetzt werden müssen, sobald die geistigen Fähigkeiten unter einen definierten Wert abgesunken sind. In einer Untersuchung wurde gezeigt, dass Alzheimerpatienten, welche die Mittel schon länger genommen haben und deren Krankheit in dieser Zeit fortgeschritten ist, jene Mittel auch weiterhin nehmen können, vorausgesetzt, dass diese gut vertragen werden.

Die Demenzbetreuung sinnvoll und rechtzeitig planen

Im Verlauf der Krankheit ändern sich die Demenz Symptome ständig. Aus einer leichten Verwirrtheit entstehen irgendwann gefährliche Situationen für den Erkrankten. Durch seine eingeschränkten Fähigkeiten und die verminderte Entscheidungskraft ist Unterstützung von Anfang an nötig. Je früher das Gespräch über die Krankheit mit den Verwandten, aber auch Ärzten und Pflegekräften geführt wird, umso besser kann die Lebensqualität erhalten werden.

Zweifellos werden die Diskussionen über die Situation sehr emotional sein, dennoch sind sie wichtig, um den Willen betroffener Personen bestmöglichst beachten und umsetzen zu können. Die Zukunft ist für alle Beteiligten nach der Demenzdiagnose schwer, nicht nur der Erkrankte selbst ist bei allen Gesprächen zu berücksichtigen, sondern auch die Wünsche und Bedürfnisse der Pflegenden. Hier dürfen die Themen Hilfe und Betreuung nicht ins Hintertreffen geraten. Gleich nach der Feststellung der Krankheit können sich Angehörige bei der jeweiligen Krankenkasse über deren Angebote erkundigen. Auch Pflegedienste stehen mit ihrem Rat unterstützend an der Seite der Erkrankten und deren Familien.

Es ist wichtig sich gleich nach dem Erkennen und der Diagnose der Demenz Symptome zu informieren, damit seitens der Krankenkasse der Fall rechtzeitig geprüft werden kann. Nur so wird sichergestellt, dass die finanzielle Unterstützung rechtzeitig eintrifft, um eine gute Demenzbetreuung von Anfang an sicherzustellen.

Links

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
"Weg vom Geist" oder "ohne Geist" – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs "Demenz" aus dem Lateinischen. Damit ist bereits das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen beschrieben, nämlich die Verschlechterung bis hin zum Verlust dergeistigen Fähigkeiten.
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz
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