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Krankheiten im Alter

Ernährung in der Pflege – Richtige Ernährung im Alter

Ernährung in der Pflege – Richtige Ernährung im Alter

Ernährung in der Pflege

Ernährung im Alter

Ausschließlich Schonkost im Alter ist nicht zeitgemäß. Im höheren Lebensalter brauchen die Menschen eine genauso ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung wie in jüngeren Jahren. Jedoch gibt es ein paar Besonderheiten, auf die bei der Ernährung im Alter geachtet werden muss. Dazu gibt es eine umfassende Themenwelt über alle Grundlagen für die altersgerechte Ernährungsweise. Ebenso bestehen mögliche Ernährungsprobleme, für welche es jedoch Lösungen gibt.
Bei Menschen ab einem Alter von 65 Jahren wird stets von älteren Personen gesprochen. Die Änderungen im Alter sind verschieden und hängen vor allem von der genetischen Veranlagung sowie der Lebensweise ab. Wichtig dabei sind Sport, Ernährungsgewohnheiten und Rauchen. Die bedeutenden Veränderungen, welche die Ernährung und den Status der Ernährung betreffen, beziehen sich stets auf das Gewicht, die Körperzusammensetzung und den Nährstoff- und Energiebedarf, die veränderten Sinneswahrnehmungen, das Durstempfinden, die Kauleistung und die Verdauung.

Von den Experten gibt es zum Thema Ernährung im Alter sehr viele Hinweise und dies ist eine gute Unterstützung bei der Verpflegung in Seniorenwohneinrichtungen sowie für Anbieter von Essen auf Rädern. Außer dem geltenden „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in stationären Einrichtungen für Senioren“ sowie dem „DGE-Qualitätsstandard für das Essen auf Rädern“ bieten die Informationen unter anderem eine umfassende Rezeptdatenbank und Informationen zum Schnittstellenmanagement und zur Hygiene.

Schluck- und Kaubeschwerden

Infolge von Schluck- oder Kaustörungen ist der Appetit bei älteren Menschen häufig gemindert, was zu einer Mangelernährung führt. Beschwerden solchen Art können den Appetit sehr stark mindern. Daher ist es für die Betroffenen wichtig, dass diese sich trotz der Kauprobleme gesund ernähren. Diese Beschwerden können beispielsweise durch schlecht sitzende Zahnprothesen verursacht werden, welche Schmerzen beim Kauen hervorrufen. Auch fehlende Zähne, eine eingeschränkte Ausdauer und Kraft der Kaumuskulatur, das Absinken des Kieferngelenkes, Tumore, eine mangelnde Mundhygiene und Entzündungen sowie Lähmungen können Ursache von Kaufproblemen sein.
Hier sind auch die Angehörigen gefragt. Wenn die Person keine festen Speisen essen möchte, sollten diese fragen, ob er Schmerzen beim Essen hat. Ebenso sollten diese darauf achten, dass das Gebiss jeden Tag gereinigt wird. Der Betroffene sollte den Mund gründlich ausspülen, um mögliche Speisereste daraus zu entfernen.
Zugleich sollte der Zahnersatz des älteren Menschen von Zeit zu Zeit angepasst werden.
Dies gilt auch für die Nahrungskonsistenz an. So sollte das Fleisch kleingeschnitten oder püriert werden. Die Brotrinde ist abzuschneiden.
Generell sollte den älteren Menschen bei Bedarf pürierte Nahrung angeboten werden. Dies kann für eine schonende Ernährung sorgen.
Schluckprobleme treten im Alter ebenfalls häufig auf. Schlucken ist nicht für alle Menschen eine Selbstverständlichkeit. Die Schluckprobleme kommen recht häufig vor. Etwa 10 bis 22 Prozent aller über 65-Jährigen leiden unter diesen Problemen. Sowohl die Art und der Schweregrad sind dabei verschieden.

https://www.deutsches-pflegehilfswerk.de/wp-content/uploads/2018/10/Rezepte_Kau_und_Schluckstoerungen.pdf

Hier finden Sie Rezepte bei Leckere Rezepte bei Schluck- und Kaubeschwerden

Mundtrockenheit im Alter

Mundtrockenheit, beispielsweise durch Medikamente oder fehlendes Trinken, kann Schluckprobleme ebenfalls hervorrufen. Durch den trockenen Mund können die Nahrungsmittel im Mund nicht hinreichend eingespeichelt werden. Solche Schluckprobleme treten oftmals nach einem Schlaganfall auf oder sind eine mögliche Folge einer Demenz. Die Betroffenen haben dann Angst, sich an der Speise zu verschlucken. Hierbei helfen Logopäden bei der Beurteilung der Schluckstörung und geben dazu wichtige Tipps. Symptome einer Schluckstörung sind ein häufiges Verschlucken, Räuspern und Husten sowie der Nahrungsaustritt aus dem Mundbereich, Speichelfluss, Reste der Nahrung im Mund und im Rachen sowie Nahrungsaustritt aus Nase. Dabei hilft ein langsames Essen, ausreichend trinken. Dabei besteht immer die Gefahr des Verschluckens, was als Aspiration bezeichnet wird. Dies ist das Eindringen von Speisen in die Luftröhre und in die Lungen. Der Ausprägungsgrad und die Symptome können unterschiedlich sein und im schlimmsten Fall zum sozialen Rückzug des Betroffenen führen.
Unerkannte Störungen beim Schlucken können zu lebensgefährlichen und schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen, zum Beispiel einer Lungenentzündung und Mangelernährung.
Die Betroffenen sollten keine Ablenkung beim Essen haben und möglichst nicht Essen sprechen. Wichtig ist ebenfalls eine aufrechte und stabile Sitz- und Kopfhaltung. Dabei muss der Angehörige ausreichend aufmerksam und wach sein
Die Konsistenz der Nahrung ist auf das Bedürfnis der Patienten anzupassen. Dabei sollten die Speisen püriert werden.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Wie sie durch richtiges Trinken im Alter Mundtrockenheit vermeiden

Die Probleme mit der Ernährung im Alter

Das hohe Lebensalter, bestimmte Krankheiten und körperliche Veränderungen können die Nahrungsaufnahme mit dem Alter erschweren. Außerdem werden Empfindungen wie Hunger, Durst und Genuss je nach Gesundheitszustand und Alter nur noch verfälscht und nicht mehr korrekt wahrgenommen, sodass im Zusammenhang mit der Ernährung unterschiedliche Einschränkungen und Probleme auftreten können, welche die Nahrungsaufnahme erschweren.
Egal, welche Ernährungsprobleme auftreten – Experten empfehlen immer, genau hinzuschauen. Dabei kann auch ein Ernährungstagebuch sehr gut unterstützen. Es hilft den Betroffenen bei der Suche nach eventuellen Unverträglichkeiten und gibt dabei eine gute Übersicht, was getrunken und gegessen wurde. Auf diese Weise können die Patienten bestimmte Auffälligkeiten notieren und bedeutende Rückschlüsse auf den Pflegealltag ziehen:
Wichtig ist für ältere Menschen, was gerne gegessen und getrunken wird. Dies betrifft immer bestimmte Gerichte oder einzelne Getränke.
Es muss ebenfalls bekannt sein, was ungern gegessen wird. Eventuell liegen auch Unverträglichkeiten oder Allergien vor.
Von Bedeutung sind auch die Ressourcen, welche vorhanden sind. Dazu können diverse Hilfsmittel genutzt werden. Dabei ist von Bedeutung, ob sich der Betroffene sich mitteilen oder unter Anleitung und Unterstützung allein essen kann.
Dabei spiel der Zahnstatus eine wichtige Rolle. Herbei muss bekannt sein, ob der Patient mit der Prothese gut essen kann oder, ob er noch eigene Zähne hat.

Medikamenteneinnahme bei der Ernährung im Alter

Generell gibt e Auswirkungen von Medikamenten auf die Ernährungsweise älterer Patienten. Zusätzlich zu der absinkenden Verdauungstätigkeit im Alter kann eine regelmäßige Einnahme von Medikamenten die Magen-Darm-Tätigkeit sehr stark beeinträchtigen.

Bei älteren Menschen, welche aufgrund von Herzschwäche oder Bluthochdruck Entwässerungstabletten nehmen, kann es hierdurch zum Beispiel lang- oder kurzfristig zu einem bedrohlichem Nährstoff- und Flüssigkeitsmangel kommen.
Wenn im Zusammenhang mit der Einnahme eines Medikaments Veränderungen bei Durstempfinden, Appetit, Gewichtsverlust oder Verdauung zu beobachten sind, dann sollte mit dem Arzt oder Apotheker über das Problem gesprochen werden. Weil die meisten Medikamente in den Verdauungstrakt gelangen, machen sich hier meistens die starken Probleme bemerkbar. Generell kann ein Appetits- und Gewichtsverlust auch schleichend sein. So dauert e bei vielen Patienten mehrere Monate, bis diese gemeinsam mit dem Arzt oder Apotheker auf die Ursache kommen und auch eine Medikamentenunverträglichkeit nicht ausgeschlossen werden kann.

Nährstoffreiche und kalorienarme Mahlzeit im Alter

Generell vermindert sich mit dem Alter der Grundumsatz. Das bedeutet, dass der Körper weniger Energie für die Leistung der Organarbeit benötigt. Zudem fällt der Energiebedarf niedriger aus, weil die Menschen sich im Alter in aller Regel auch weniger bewegen als in jungen Jahren.
Trotz eines verminderten Energiebedarfs bleibt der Nährstoffbedarf auch im Alter gleich. Kohlenhydrate, Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe müssen daher weiterhin in einer ausreichenden Menge zugeführt werden. Dies gilt ebenfalls für Ballaststoffe. Dabei kann der Bedarf an Eiweiß in Folge von Medikamenteneinnahme oder Erkrankungen sogar steigen. Nur der Bedarf an Fett sinkt mit dem Energiebedarf.
Um den verminderten Energiebedarf mit einem gleichbleibenden Nährstoffbedarf in Zusammenhang zu bringen, sind im Alter viele Lebensmittel empfehlenswert, welche einen geringen Energiegehalt und zugleich eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Wer sich nach den generellen Verzehrsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung oder an der Ernährungspyramide des aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz orientiert, der ist auch in Bezug auf die Ernährung im höheren Alter besonders gut beraten.
Die Basis einer ausgewogenen Ernährung bildet außer den festen Lebensmitteln eine hinreichende Flüssigkeitszufuhr. Ältere Personen trinken oft zu wenig, weil im Alter das Durstgefühl nachlassen kann. Daher sollten diese darauf achten, hinreichend zu trinken. 1,5 Liter pro Tag, beispielsweise in Form von Saftschorlen oder Wasser, sind eine optimale Menge.
Die Regel „5 am Tag“ hat ebenfalls im Alter ihre Gültigkeit. Hierzu gehören zwei Portionen Obst sowie drei Portionen Gemüse, welche viele Nährstoffe liefern und zugleich dabei sehr kalorienarm sind.
Neben hinreichend Flüssigkeit benötigt der Organismus am besten zu jeder Mahlzeit sättigende Nahrungsmittel, wie Vollkornbrot, Nudeln oder Reis.
Milchprodukte sind sehr wichtig, da diese optimale Lieferanten von Calcium sind. Der Mineralstoff unterstützt den Knochenaufbau und kann somit helfen, Osteoporose vorzubeugen. Milchprodukte und Milch können deshalb bis zu drei pro am Tag auf dem Speiseplan der Senioren stehen.
Generell gelten für Senioren die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für andere erwachsenen Menschen auch. Trotzdem lohnt es sich mit steigendem Alter nochmals einen Blick auf die passende Ernährung zu werfen. Eine hinreichende Nährstoffversorgung kann den Alterungsprozess im Organismus positiv beeinflussen. Für ältere Personen sind mehrere Mahlzeiten pro Tag optimal. Drei Hauptmahlzeiten sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten werden generell von Experten empfohlen.
Auf verschiedene Nährstoffe ist im Alter auf jeden Fall bewusst zu achten. Bei vielen Nährstoffen kommt es erfahrungsgemäß bei älteren Menschen eher zu einem Mangel. Hierzu gehören Vitamin D, Jod und Folsäure.

Gemeinsam mit Vitamin K und Calcium spielt Vitamin D eine wichtige Rolle beim Aufbau der Knochen. Die Fähigkeit des Körpers, das Vitamin D durch das Sonnenlicht zu produzieren, nimmt mit dem Alter ab. Wenn sich zusätzlich noch der Aufenthalt in der Sonne verringert, muss ein großer Teil des Vitamins über die Ernährung aufgenommen werden. Nahrungsmittel wie Leber, fette Fische und Eigelb enthalten viel Vitamin D. Teils kann es sinnvoll sein, Nahrungsergänzungsmittel zu nutzen. In Bezug auf die Nahrungsergänzung im Alter sollte stets der Arzt zu Rate gezogen werden.
Folsäure gehört zu den Mineralien, bei welchen ein Mangel selbst in höherentwickelten Industrieländern vorkommen kann. Mit steigendem Alter ist dies sehr ungünstig, da damit das Risiko der Arteriosklerose und damit der Verengung der Arterien, ansteigt. Folsäure steckt in Vollkornprodukten und in grünem Gemüse.
Vom Mineralstoff Jod nehmen die Menschen häufig zu wenig zu sich. Daher sollten diese einmal pro Woche Fisch essen und sonst mit Jod angereichertes Speisesalz verwenden.

Untergewicht im Alter

Untergewicht kann im Alter ebenfalls eine Rolle spielen. In diesem Fall sollten vermehrt Lebensmittel mit einem hohen Energiegehalt verzehrt werden. Am besten wenden sich die Betroffenen an einen Experten, der dazu beraten kann.

Gesunde Ernährung im Alter

Die gesunde Ernährung ist für jedes Alter besonders wichtig. Ältere Personen benötigen zwar weniger Energie, jedoch der Bedarf an Nährstoffen bleibt nach wie vor bestehen bzw. ist bei vielen Nährstoffen teils noch erhöht.
Durch eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung können Senioren sehr viel für ihr tägliches Wohlbefinden tun. Zu Vorbeugung oder zur Besserung von Krankheiten kann eine gesunde Ernährungsweise im Alter einen großen Teil beitragen.

Mangelernährung im Alter

Eine Mangelernährung dagegen, bei welcher dem Organismus bedeutende Nährstoffe vorenthalten werden, macht den Körper sehr schnell krank und müde und begünstigt viele bekannte Krankheiten des Alters. Oft diagnostizieren Ärzte bei den Senioren eine Mangelernährung.
So sollten auch die Angehörigen darauf achten, dass älteren Personen in der Familie täglich frische und viele unterschiedliche gesunde Lebensmittel essen und bewusst darauf achten, hinreichend zu trinken. Die Ernährungsweise übt über die Nahrungszufuhr hinaus zudem vor allem für ältere Personen weitere bedeutende soziale und psychologische Funktionen aus, weshalb diese solch einen hohen Stellenwert einnehmen muss: Gemeinsame Mahlzeiten und viele unterschiedliche Geschmackserlebnisse machen sehr glücklich, erhöhen das Wohlbefinden und beugen damit über den indirekten Effekt die Krankheiten im Seniorenalter vor. Gesunde Ernährung ist für jedes Alter wichtig.

Vor allem ältere Menschen benötigen weniger Energie, aber der Bedarf an Mineralien und Vitaminen bleibt bestehen und ist bei manchen Nährstoffen teils noch erhöht.

https://www.deutsches-pflegehilfswerk.de/wp-content/uploads/2018/10/Mangelernaehrung_im_Alter.pdf

Wie sie Mangelernährung rechtzeitig erkennen und therapieren.

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DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Senioreneinrichtungen
Ziel des „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung mit ,Essen auf Rädern' und in Senioreneinrichtungen" ist es, die Verpflegungsverantwortlichen bei der Umsetzung einer bedarfsgerechten, ausgewogenen und zugleich nachhaltigen Verpflegung zu unterstützen, damit die Kunden*innen und Bewohner*innen aus einem entsprechenden Angebot wählen können.
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